Last minute: Die StoppACTA-Malvorlage
Habe eben noch eine Malvorlage für Kinder aus dem StoppACTA-Logo gemacht. Download hier.
Wenn das wer besser kann und noch Zeit hat: Links bitte in den Kommentar. Die Vorlage die ich verwendet habe gibt’s hier.
Bastelstunde für ACTA
Ich habe für die Demo am 26.06. in München eine ACTA-Krake gebastelt und das natürlich dokumentiert. Vielleicht hat ja noch wer Zeit zum raubmordkopieren, ich denke die eignet sich ganz gut als Spendendose:
Grundsätzlich braucht man für die Kaschiertechnik Kleister, einen Ballon und Zeitungspapier, das man am besten in Streifen reißt. Bei der Menge Kleister die man braucht kommt’s natürlich auf die Größe des Ballons an. Ich habe etwa ein zwanzigstel der Packung gebraucht, nach Anleitung auf der Packung wie für “vorkleistern von Tapeten” gemischt. Ich habe die Menge arg überschätzt, hatte also am Ende eher zu viel. Der Kleister sollte recht flüssig sein.
Habe Verschiedenes ausprobiert, am besten funktioniert es, für die erste Lage den Ballon einzukleistern, die Streifen aufzulegen und da noch einmal drüber zu kleistern. Für weitere Lagen anfangs genauso, bei der 5-6 Lage habe ich die Streifen einseitig eingekleistert und aufgeklebt, dazwischen immer etwas trocknen lassen. Als letztes habe ich eine Lage weißes Papier aufgeklebt, als Grundlage zum bemalen.
Für die Beine habe ich je zehn Pappbecher aufgefädelt(nerviger als man denkt), in der Mitte Boden an Boden und nach außen hin jeweils Rand gegen Rand und Boden gegen Boden. Am Ende habe ich an den Enden Streichhölzer, in der Mitte eine Wäscheklammer verknotet. Mit den Wäscheklammern/einem Holzstück o.ä. lassen sich die Beine im Körper festmachen.
Zum bemalen habe ich den Körper mit blauem Acryl besprüht und mit einem trockenen Pinsel grün übermalen, auf dem unebenen Untergrund gibt das ein recht schönes Muster. Habe auch die Beine ein wenig eingesprüht/mit Farbe getupft. Zur Zeit ist die Krake noch ein Krüppel, soll am Ende aber insgesamt acht Arme bekommen.
Die Krake kann man am Infostand als Spendendose benutzen. Wenn euch die Idee gefällt würd’s mich freuen, wenn sich bis zum adACTAday noch zahlreiche Nachahmer finden:-) Eine Warnung: Sollte aufgrund der benötigten Zeit (v.a. zwischen den Arbeiten zum trocknen) eher “Bastelzweitage” heißen: Bei sechs Lagen macht ihr am besten nach der dritten bis vierten eine Pause, lasst das ganze trocknen, wenn man dann wie beschrieben nur einseitig kleistert trocknen die letzten Lagen schneller. Den Luftballon erst aufstechen, wenn alles einigermaßen stabil hält!
ACTA-Clip goes RL
Ich habe den Clip zu ACTA aus dem Blog von Zeitweise transkribiert und eine Art “Theateraufführung” geschrieben, die man auf den Demos am Samstag vorführen könnte. Den Text habe ich auch noch in einem Piratenpad, damit Alle weitere Ideen hinzufügen können. Viel Spaß!
Sprechrollen haben der Reporter (Micro, wenn keine Technik vorhanden ist möglicherweise auch nur als Requisite, ein Megafon zu benutzen finde ich nicht so gut, da es die “Interviewsituation” stört) und ein ACTA-Vertreter (Hut/Stirnband/Pulli auf dem deutlich “ACTA” steht). Das Ganze soll wie ein echtes Interview aussehen, ich denke so irritiert es erstmal und erregt Aufmerksamkeit. Vielleicht kann man das auch mit einer besseren Kamera “filmen”, also eine Art Fernsehinterview nachstellen. Allerdings erfordert das eine professionell wirkende Kamera, ausserdem verschreckt diese vielleicht Zuschauer. Wie man ein (Pseudo-)Radiointerview etwas professioneller wirken lässt weiß ich nicht. Zum setzen wären Klappstühle ganz praktisch, sonst am besten im Schneidersitz am Boden.
Zwei als “ACTA-Polizei” verkleidete Mitspieler begleiten die Szene. Sie tragen Schilder mit den “Three Strikes”
Reporter: Sehr geehrter Herr Johansson, ich freue mich sehr, sie heute hier im Studio begrüßen zu dürfen, wir wollen über ACTA reden. ACTA ist ein internationales Vertragswerk, das hauptsächlich in Hinterzimmern ausgehandelt wird, deswegen weiß der gemeine Bürger so wenig darüber. Können sie mal, zum Beispiel, einen Schwerpunkt von ACTA nennen?
ACTA: Ja, wenn sie mal – sich die Problematik ansehen, dann liegt die darin, dass unser Geschäftsmodell – ähm- zusammengebrochen ist. Sehn wir uns mal die Musikindustrie an, die hatte früher Schellackplatten verkauft, diese wurden dann obsolet, mit neuen Plattenspielern. Danach wurde Vinyl verkauft, die gleichen Musikstücke nochmal und dann -ähm- sind wir auf die CD umgestiegen, dann gab’s das ganze nochmal auf Kassette und dann irgendwann mit Musikvideos auf DVD. So konnten wir etwa alle zwanzig Jahre unsere komplette Sammlung nochmal verkaufen, das geht heute nicht mehr. Deswegen haben wir gesagt, wir müssen jetzt etwas tun wo das Musikstück nicht mehr vom Trägermedium abhängt. Und da haben wir uns eine Sache ausgedacht, die heißt “Three Strikes”.
Reporter: Also -äh- “Three Strikes” ist ein System wo nach jeder Urheberrechtsverletzung, die ein Musikkonzern vermutet, -ähm- sozusagen eine Mahnung rausgeschickt wird -”Nein, nein, nein. Mach das nicht nochmal”, und bei der dritten Urherberrchtsverletzung wird dann jemandem der Internetzugang komplett abgedreht. Ähm- man muss das ja auch mal aus Nutzerseite sehen, für die geht es ja da schon um “Sein oder nicht sein”.
Erster Strike: Ein ACTA-Polizist postiert sich mit einem Schild mit der Erklärung des “Vergehens” hinter dem Reporter
ACTA: Strike One! Das war Shakespeare. Das ist aber schön wie sie unseren Prozess, den wir vorgeschlagen haben, illustrieren. Genau so funktioniert das: Sie hätten jetzt eine Verwarnung.
Reporter: Und – wenn ich jetzt diesen Satz gar nicht gesagt hätte, sondern sie nur behaupten würden ich hätte ihn gesagt, -ähm- was könnte ich dann tun?
ACTA: Also zunächst gilt natürlich das Wort der Content-Lobby. Das ist ja auch nur vernünftig, denn wir haben ja auch die Anwälte, die das wirklich prüfen können, die stehen ihnen ja gar nicht zur Verfügung.
Reporter: Ja gut, aber, mal egal ob das jetzt gerechtfertigt ist oder nicht, ich geh dann einfach zu einem andren Internetprovider.
ACTA: Ja das geht natürlich nicht. Die dürfen sie nicht aufnehmen, die würden sich genauso strafbar machen. Nein, sie sind erstmal aus dem Internet ausgesperrt.
Reporter: Also kann ich sozusagen am sozialen Netz gar nicht mehr teilnehmen? Bin ich sozusagen ein Gefangener? Das würde sich doch anfühlen, als ob es “tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt”.
Zweiter Strike: Der erste ACTA-Polizist hebt nun auch ein zweites Schild mit der Erklärung des “Vergehens” hinter dem Reporter. Zu lesen ist das Zitat (Leseabstand 4-5 Meter, die Darstellung auf dem Schild enspricht der zur Zeit korrekten Zitierform, das Zitat etwas eingerückt, dahinter in Klammern Urherber, Text, im MLA- Zitierstil), seine Herkunft und eine Markierung “Strike two”.
ACTA: Rilke! Das war Strike Two… Ja, sie müssen das mal anders sehen.Wir sind ja eine wirklich wichtige Wirtschaftsbranche. Und -ähm- wenn wir das anders machen würden, dann würden viele, viele Arbeitsplätze verloren gehen. Und, wenn Arbeitsplätze verloren gehen, dann steht die Politik schlecht da. Also haben wir die Politik auf unserer Seite und deswegen werden auch diese Verträge geschlossen, denn die schliesst ja die Politik, also die Regierungen. In Hinterzimmern.
Reporter: Sie wollen also sagen die Politik sei Teil von “jener Kraft die stets das Gute will und stets das Böse schafft”?
Hier hebt gleichzeitig der zweite ACTA-Polizist das dritte Schild.
ACTA: Goethe, Faust! Das war der dritte Strike!
Während der folgenden Worte legen die ACTA Polizisten die Schilder ab.
Reporter: Nein, nein, das war er nicht, normalerweise heisst das Zitat andersrum, “das Böse will und das Gute schafft”.
ACTA: Remixen ist auch verboten.
Die ACTA-Polizisten packen den Reporter und tragen ihn weg.
Reporter: Aber was ist mit Zitatrecht, was ist mit Zitat…………..
Sprechtexte : @zeitweise, Transkription, Inszenierung: die13
Wer das flattrn will flattre bitte auch den eigentlichen Spot auf dem Blog von Zeitweise





